Grundregeln der 5 Elemente Ernährung
Für eine gesunde Ernährung nach der 5 Elemente Lehre

Die Grundregeln der 5 Elemente Ernährung sind einfache Alltagsprinzipien aus der Traditionellen Chinesischen Medizin – von der Balance der Geschmacksrichtungen über saisonales Essen bis zum richtigen Frühstück. Wer sie beherzigt, unterstützt sein körperlich-seelisches Gleichgewicht ganz ohne starren Ernährungsplan.
1. Ausgewogenheit
Bringe die fünf Geschmacksrichtungen sauer, bitter, süß, scharf und salzig in ausgewogenem Maße in deine Ernährung ein. So versorgst du alle Organe gleichmäßig und vermeidest einseitige Ungleichgewichte.
2. Passe deine Ernährung dem Klima und den Jahreszeiten an
Was unsere Vorfahren instinktiv richtig gemacht haben, ist auch bei der 5 Elemente Ernährung Grundregel Nummer 1: Ernähre dich immer nur von den Dingen, die die Natur im Zyklus der Jahreszeiten wachsen lässt. Unser Körper reagiert nämlich sehr sensibel auf die entsprechenden Jahreszeiten und damit verbundene Außentemperaturen. So bekommen ihm generell im kalten Winter wärmende Speisen wie Eintöpfe aus heimischem Kohl und Gemüsearten besser als exotische Früchte, die bei sommerlichen Temperaturen genossen uns durchaus angenehme Kühle und Entspannung geben können.
3. Mehr kochen!
Im Gegensatz zur Rohkosternährung baut die 5 Elemente Kost auf die Energetisierung der Speisen durch mehr oder weniger langes Kochen. Gerade in unseren kühleren Breitengraden ist nach der Philosophie der alten Chinesen eine Ernährung, die hauptsächlich auf ungekochter Nahrung basiert, für den Energiehaushalt des Körpers eine mittlere Katastrophe. Eine lange gekochte Gemüsebrühe gibt unserem Körper einen viel besseren Schutz vor Erkältungskrankheiten als ein frisch gepresster Orangensaft. Grundsätzlich solltest du besonders in der kühleren Jahreszeit wenigstens einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu dir nehmen und deinem Körper damit die Gelegenheit geben, Energie und Säfte aufzubauen.
4. Stärke deine Mitte!
Eine besondere Stellung in der 5 Elemente Ernährung nimmt das Erdelement ein, das auf organischer Ebene von Magen und Milz repräsentiert wird. Mit thermisch neutral-warmen Lebensmitteln aus dem Erdelement (z.B. Getreide, Möhre, Kürbis, Kartoffeln, Nüsse) kann man eigentlich nie etwas falsch machen, denn sie wirken generell kräftigend und harmonisierend auf den gesamten Organismus. Weißer Zucker gehört allerdings auch in der Fünf-Elemente-Lehre auf den Index, denn er entzieht dem Körper wertvolle Energie und schwächt unsere Organe. Dein Körper braucht natürlich süße Nahrung und keinen Schokoriegel! Gesündere Alternativen sind getrocknetes Obst, Getreide oder auch Nüsse. Eine Übersicht passender Lebensmittel findest du in unserer Ernährungstabelle.
5. Nimm möglichst viel energiereiche Lebensmittel zu dir!
Je frischer die Nahrung, die täglich auf den Tisch kommt, desto energiereicher – das leuchtet sicher jedem ein! Mikrowelle, Tiefkühltruhe, Fertiggerichte und Co. sind echte Energiekiller! Besonders regelmäßig genossene Tiefkühlkost schwächt die Milz und damit die innere Abwehr, so dass man viel anfälliger für Erkältungen, Schnupfen, Husten und Verdauungsbeschwerden wird. Wie du frisch und trotzdem alltagstauglich kochst, zeigen wir dir bei der Zubereitung nach den 5 Elementen.
6. Beginne jeden Tag mit einem guten und reichhaltigen Frühstück
Nimm dir wenn möglich ausreichend Zeit für die erste Mahlzeit des Tages – es ist nämlich wirklich die wichtigste! Zwischen 7 und 11 Uhr morgens haben Magen und Milz ihre beste Zeit und können Nahrung besonders effektiv verwerten. Das solltest du unbedingt nutzen für einen gesunden Start in den neuen Tag – auch für deine Kinder gilt: ein warmes Frühstück bringt Energie für den ganzen Tag.
Häufige Fragen
Zu den zentralen Grundregeln zählen: die fünf Geschmacksrichtungen ausgewogen kombinieren, sich an Klima und Jahreszeit anpassen, mehr kochen statt Rohkost, die Mitte (Magen und Milz) mit neutral-warmen Lebensmitteln stärken, energiereiche frische Nahrung bevorzugen und jeden Tag mit einem reichhaltigen Frühstück beginnen.
Der Körper reagiert sensibel auf Jahreszeiten und Außentemperaturen. Im Winter tun wärmende, regionale Speisen wie Eintöpfe besser als exotische, kühlende Früchte – saisonales Essen unterstützt so das innere Gleichgewicht.
Zwischen 7 und 11 Uhr morgens sind Magen und Milz laut TCM am aktivsten und können Nahrung am effektivsten in Energie umwandeln. Ein warmes, reichhaltiges Frühstück legt deshalb die Basis für einen energiereichen Tag.

Autoreninfos
Daniela Herzberg beschäftigt sich seit 1997 mit der 5-Elemente-Lehre, klassischem Feng Shui und chinesischer Astrologie und ist in diesen Bereichen als zertifizierte Expertin sowie Gesundheits- und Ernährungscoach unterwegs. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und E-Books und schreibt seit 2004 jährlich den Almanach „Ihr Chinesisches Horoskop“.

