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Feng Shui Tipps

Feng Shui Plätze

Wo halte ich mich eigentlich am liebsten auf? Hast du dir diese Frage schon einmal gestellt? Falls nicht, solltest du es tun. Du wirst feststellen, dass deine Intuition dir schon sehr viel über Feng Shui erzählt. Ein Beispiel: Du betrittst  ein leeres Restaurant und hast die freie Tischwahl. Nimmst du lieber einen Tisch am Rand oder bevorzugt du es, in der Mitte zu sitzen? 99% der Menschen würden sich für die Randtische entscheiden und sich mit dem Rücken zu einer festen Wand setzen – einfach, weil sie sich so wohler fühlen. Warum das so ist? Betrachten wir das Ganze doch einmal aus Sicht der modernen Psychologie: Unser Stammhirn ist immer noch darauf abgestimmt, unsere Umgebung zu beobachten und wichtige von unwichtigen Dingen zu trennen. Das Wichtige dringt bis zu unserem Bewusstsein vor, während Unwichtiges von unserem Unterbewusstsein ausgefiltert wird.

Dieser Vorgang findet in jeder Sekunde unseres Lebens statt. Je nachdem, wie viel unser Unbewusstes filtern muss, stehen wir mehr oder weniger unter Spannung. Entspannen können wir in der Regel in einer Situation, in der wir wenig tun müssen und uns an einem geschützten Ort befinden. Ein geschütztes Umfeld, das unser Unterbewusstsein entlastet, ist der Schlüssel für alle Lebenslagen im Feng Shui. Schließen wir viele Störfaktoren aus – wie in unserem Beispiel herumlaufende Kellner, Getuschel im Rücken, Durchzug, etc. - schaffen wir mehr Raum für das Wesentliche. Plätze, an denen wir uns länger aufhalten, sollten deshalb entsprechend gestaltet sein.

Im Bezug auf die Wahl unserer Sitzplätze bedeutet das:

  • Setze dich möglichst immer mit dem Rücken zu einer festen Wand.
  • Stelle dein Sofa möglichst nicht mitten in den Raum oder unter ein Fenster, sondern so, dass man den Raum sowie Tür(en) und Fenster im Blickwinkel hat.
  • Schreibtische stehen am besten in der Nähe eines Fensters, damit man beim Arbeiten das Tageslicht nutzen kann. Eine L-förmige Aufstellung zum Fenster bietet sich an. Somit lässt sich das Licht optimal nutzen und in der Regel ergibt sich eine geschützte Ecke, die Übersicht und Schutz bietet.
  • Im Schlafzimmer sollte das Bett mit dem Kopfteil an einer festen Wand stehen. Türen und Fenster müssen im Blickwinkel sein, damit das Unterbewusstsein während der Schlafphase entlastet wird. Reflektierende Flächen wie Spiegel oder Fernseher lassen den Raum größer erscheinen, als er in Wirklichkeit ist. Unterbewusst überwachen wir dann zusätzliche Räume, die eigentlich gar nicht vorhanden sind, was uns unnötig stresst. Falls sich Spiegel und Co. nicht aus dem Schlafzimmer verbannen lassen, hänge sie einfach zu, während du schläfst.

 

Yin und Yang

Die beiden Begriffe Yin und Yang stehen für alle Gegensätzlichkeiten. Hell – dunkel, laut – leise, warm - kalt usw. Im Feng Shui spricht man von den Yin- und Yang-Bereichen eines Hauses oder einer Wohnung. Yang repräsentiert dabei die aktiveren Zimmer wie Wohnzimmer oder Küche, während Yin den passiveren Räume wie beispielsweise dem Schlafbereich zugeordnet ist.

In den aktiven Bereichen benötigen wir Licht und Wärme, während das Schlafzimmer ruhig etwas dunkler und kühler sein darf. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Sonnenseite – also die südlichen Himmelsrichtungen dem Yang zugeordnet sind, während die nördlichen Himmelsrichtung eher yinniger Natur sind.

Damit ergibt sich eine natürliche Aufteilung der Räume nach den Himmelsrichtungen:

  • Schlafzimmer befinden sich am besten im Norden und Nordosten, wo es etwas kühler ist.
  • Die Küche ist in südlicher Richtung gut aufgehoben.
  • Das Esszimmer im Südwesten bietet Tageslicht bis Sonnenuntergang und lädt zu langen gemeinsamen Abenden im Kreise der Lieben ein.
  • Das Wohnzimmer im Westen bietet nach getaner Arbeit einen wunderbaren Blick auf den Sonnenuntergang. Auch Arbeitsräume sind gut im Westen oder auch im Nordwesten aufgehoben – können sich aber auch in südlichen Richtungen befinden.
  • Ein Multifunktionsraum ist das Kinderzimmer, das sowohl Yin als auch Yangbereiche hat. Der Osten oder der Südosten eignen sich dafür recht gut.
  • Das Badezimmer hat seinen besten Platz in nördlicher Richtung.

 

Was du sonst noch beachten solltest

  • Versuche nie gegen die Natur zu arbeiten – sie ist einfach stärker als wir Menschen.
  • Gehe mit der Kraft der Natur und plane beim Hausbau oder der Wohnungssuche die natürlichen Bedingungen vor Ort mit ein. Das wirkt sich übrigens nicht nur auf eine harmonische Umgebung aus, sondern auch auf deinen Geldbeutel. Heizkosten zum Beispeil lassen sich mit gutem Feng Shui reduzieren. Große Fenster in südlichen Richtungen sorgen auch in der kalten Jahreszeit für mehr Wärme, wenn sich die Sonne zeigt.
    Aus welcher Richtung kommt der Wind? Gerade wenn es um die Außenplätze geht, ist das ein wichtiger Faktor. Eine zugige Terrasse lässt sich seltener nutzen.
  • Gebe deinem Lebensraum eine Struktur.
    Kleinere Zimmer, die einem bestimmten Zweck zugeordnet sind, machen mehr Sinn als ein multifunktionaler Raum, der für alles genutzt wird. Besonders wenn man als Paar oder in einer Familie lebt, ist die Aufteilung der Wohnräume wichtig.
  • Ordnung ist das halbe Leben
    Das hat schon meine Großmutter immer gesagt und damit unter Beweis gestellt, dass sie eine echte Feng Shui Expertin war. Eine gewisse Grundordnung erleichtert das Leben tatsächlich und macht den Kopf frei für andere Dinge. Ein chaotischer Schreibtisch lenkt ständig ab, weil er unser Unterbewusstsein daran erinnert, was noch alles zu tun ist.
  • Ordne auch deine Gedanken.
    Unangenehme Dinge sollten immer direkt erledigt werden. Gemacht werden müssen sie ohnehin und wenn es erledigt ist, braucht man keine Energie damit zu verschwenden, weiter an diese Themen zu denken.

 

Ein letzter Tipp zum Schluss 

Auch wenn es in vielen Büchern und Artikeln steht – Spiegel, Kristalle, Spiralen oder sonstige „Feng Shui Artikel“ können in den seltensten Fällen eine Verbesserung der Lebensqualität erwirken. Hänge auf, was dir gefällt und verlasse dich lieber auf deine Intuition als auf die Argumente des Verkäufers.