Feng Shui Tipps
Klassische Grundregeln für dein Zuhause

Gute Feng-Shui-Tipps beruhen auf wenigen, klaren Prinzipien: geschützte Sitzplätze, die Yin-Yang-Verteilung der Räume und ein Grundmaß an Ordnung. Wer diese Regeln kennt, kann sein Zuhause ohne großen Aufwand harmonischer gestalten.
Warum fühlen wir uns an manchen Plätzen wohler als an anderen?
Wo hältst du dich am liebsten auf? Ein Beispiel macht es deutlich: In einem leeren Restaurant wählen die meisten Menschen instinktiv einen Tisch am Rand mit dem Rücken zur Wand statt einen Platz in der Mitte. Aus Sicht der Psychologie ist das leicht erklärt: Unser Stammhirn beobachtet ständig die Umgebung und trennt Wichtiges von Unwichtigem. Ein geschützter Ort mit wenigen Störfaktoren entlastet das Unterbewusstsein – genau das ist der Kern vieler Feng-Shui-Regeln für Sitz- und Schlafplätze.
Konkrete Tipps für die Platzwahl
- Setze dich möglichst immer mit dem Rücken zu einer festen Wand.
- Stelle dein Sofa nicht mitten in den Raum oder unter ein Fenster, sondern so, dass du Tür und Fenster im Blick hast.
- Schreibtische stehen am besten in der Nähe eines Fensters, idealerweise L-förmig dazu ausgerichtet – das nutzt das Licht und schafft eine geschützte Ecke.
- Im Schlafzimmer sollte das Bett mit dem Kopfteil an einer festen Wand stehen, mit Tür und Fenster im Blickfeld. Spiegel oder Fernseher am besten zudecken, während du schläfst.
Wie wirken sich Yin und Yang auf die Raumaufteilung aus?
Yin und Yang stehen für alle Gegensätze: hell – dunkel, laut – leise, warm – kalt. Im Feng Shui hat jeder Raum eines Hauses seine eigene Yin- oder Yang-Note. Yang repräsentiert aktive Zimmer wie Wohnzimmer oder Küche, Yin eher passive Räume wie das Schlafzimmer. Aktive Bereiche profitieren von Licht und Wärme, während das Schlafzimmer ruhig etwas dunkler und kühler sein darf – deshalb sind die südlichen Himmelsrichtungen eher yang-, die nördlichen eher yin-geprägt.
Welcher Raum passt in welche Himmelsrichtung?
- Schlafzimmer: Norden oder Nordosten, wo es kühler ist.
- Küche: südliche Richtung.
- Esszimmer: Südwesten, mit Tageslicht bis zum Sonnenuntergang.
- Wohnzimmer und Arbeitsräume: Westen oder Nordwesten.
- Kinderzimmer: Osten oder Südosten.
- Badezimmer: nördliche Richtung.
Welche weiteren Grundregeln gehören zum klassischen Feng Shui?
Arbeite nie gegen die Natur, sondern mit ihr – sie ist stärker als wir Menschen. Plane deshalb bei Hausbau oder Wohnungssuche die natürlichen Gegebenheiten wie Sonneneinstrahlung und Windrichtung von Anfang an mit ein. Das spart oft sogar Heizkosten: Große Fenster nach Süden bringen im Winter zusätzliche Wärme, während zugige Terrassen seltener genutzt werden.
Genauso wichtig ist Ordnung: Kleinere Zimmer mit klarer Zweckbestimmung funktionieren meist besser als ein multifunktionaler Raum für alles – besonders für Paare und Familien. Ein aufgeräumter Schreibtisch lenkt weniger ab, weil er das Unterbewusstsein nicht ständig an offene Aufgaben erinnert. Und: Unangenehme Dinge am besten gleich erledigen, statt gedanklich immer wieder daran hängenzubleiben.
Häufige Fragen
Unser Stammhirn beobachtet ständig die Umgebung und filtert Wichtiges von Unwichtigem. Ein geschützter Platz mit dem Rücken zur Wand reduziert Störfaktoren und entlastet dadurch unser Unterbewusstsein – das schafft ein spürbares Gefühl von Sicherheit.
Idealerweise im Norden oder Nordosten, da diese Richtungen dem ruhigeren Yin zugeordnet sind. Aktive Räume wie Küche oder Wohnzimmer passen dagegen besser in die wärmeren, yang-geprägten südlichen und westlichen Richtungen.
Nein. Klassisches Feng Shui basiert auf Raumaufteilung, Lichtführung und Ordnung – nicht auf bestimmten Objekten. Häng auf, was dir gefällt, und verlass dich eher auf deine Intuition als auf Verkaufsargumente.

Autoreninfos
Roger Keller ist zertifizierter Feng-Shui-Berater, NLP Master/Practitioner sowie Musiker und Musikproduzent, ausgebildet u. a. beim renommierten Feng-Shui-Experten Derek Walters. Seit 2024 verantwortet er als Verleger des Daro Verlags den jährlichen Almanach „Ihr Chinesisches Horoskop“.

