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Im Augenblick sind glutenfreie Nahrungsmittel total in - noch nie waren so viele Menschen der Überzeugung, an einer Glutenunverträglichkeit zu leiden wie heute. Nach einer aktuellen Schätzung vertragen in den USA 5 - 10 % der Bevölkerung kein Gluten und auch hierzulande reagieren immer mehr Menschen negativ auf das Klebereiweiß. Dabei sind es nur relativ wenige Fälle, die unter einer Zöliakie leiden und Gluten aus gesundheitlichen Gründen komplett meiden müssen. Bei den meisten löst der Verzehr von größeren Mengen glutenhaltiger Lebensmittel „nur“ Verdauungsbeschwerden wie Magen- und Darmkrämpfe, Blähungen, Durchfälle oder Kopfschmerzen aus.

weizen450Aber woran liegt es, dass die Zahl der Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit gerade in den letzten Jahren so gestiegen ist? Früher haben wir doch auch Brot gegessen und damit keine Probleme gehabt!

Einmal mehr scheint das Problem bei der konventionellen Lebensmittelindustrie und unserem ständig steigenden Bedürfnis nach schnell produzierten und billigen Nahrungsmitteln zu liegen.
Denn besonders industriell gefertigte Produkte aus konventionellem Weizen scheinen in unserem Körper Schaden anzurichten. Dabei will ich hier gar nicht von den vielen Zusatzstoffen sprechen, die in einem Brötchen aus den meisten Großbäckereien stecken.

Die Ursache für die steigende Anzahl an Glutenunverträglichkeiten liegt vielmehr im Weizenkorn selbst:

  • Zum Einen sind die modernen Weizensorten mittlerweile so gezüchtet, dass ihr Anteil an Klebereiweiß besonders hoch ist. So lassen sich die daraus hergestellten Mehle nämlich viel einfacher maschinell in Großbäckereien und Lebensmittelbetrieben verarbeiten. Damit steigt aber leider auch die von uns aufgenommene Menge an Gluten enorm, so dass der Darm schneller überfordert ist.
  • Zum Anderen ist konventioneller Weizen vor allem aus den USA oft genetisch so verändert, dass er ein natürliches Abwehrgen gegen Pflanzenschutzmittel wie das potentiell krebserregende Glyphosat enthält. Das führt offensichtlich unter anderem dazu, dass sich das Gift im Weizenkorn anreichern kann, ohne die Pflanze zu zerstören. Interessanterweise führt eine Anreicherung von Glyphosat in unserem Verdauungssystem zu fast den gleichen Symptomen wie eine Glutenunverträglichkeit…

Die Lösung für das Dilemma hört sich einfach an - Man muss lediglich auf konventionell angebauten Weizen verzichten! Dummerweise ist es dabei mit der Umstellung auf glutenfreie Pasta oder Dinkelbrot (enthält zwar auch Gluten, aber nicht so viel…) nicht getan. Denn der genveränderte Weizen versteckt sich vor allem in Fertigprodukten. Da kann das Motto nur lauten: Mehr selber kochen, weniger fertig kaufen! Dann weiß man auch ganz genau, was drinsteckt im Essen;-)